„Na, Mädel, was machste?“ Über Fiktion, Illusion und Realität

 In Soulstice

„Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze entzünden
ohne dass ihr Licht schwächer wird.
Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.“

Siddhartha Gautama – Buddha

 

Ihr Lieben,

obiges Zitat von Buddha kommt mir in letzter Zeit immer öfter in den Sinn. Heute war es in abgewandelter Form auch meine Widmung an den Tag. Nach fast zweiwöchiger Meditationspause wegen Schulferien merkte ich schon vor Tagen, dass es jetzt langsam wieder Zeit wird, mal wieder „richtig“ zu meditieren. Also nicht irgendwelche bewusstseinserweiternden Übungen zu machen in meiner Zeit der Stille. Still war meine heutige Meditation trotzdem nicht, denn ich fühlte mich nach über einem Monat der Abstinenz wieder zu einer von Gabrieles Leuchtkraft-Meditationen hingezogen. Diese wähle ich immer zusammen mit meinem geistigen Team intuitiv aus. Heute war es die Nummer 3 der ersten Serie: „Beziehungsfäden lösen“. Wer die Leuchtkraft-Meditationen noch nicht kennt, kann sich hier auf der Seite zwei davon kostenlos herunterladen. Ich empfehle sie vollen Herzens weiter, da sie unvergleichlich liebevoll, außerordentlich heilsam und hochgradig transformativ sind. Zumindest waren und sind sie es für mich – noch immer. (Leider zurzeit nicht lieferbar…)

In der heutigen Meditation begab ich mich in einen für mich eisblau/hellblau/türkis transparenten Wächterkristall, um meine Beziehungsfäden zu lösen. Ich stieg die wunderbare Treppe hinab und unten in der Kammer erschien mir mein Geistführer. In all meinen Meditationen und anderen Erfahrungen mit der geistigen Welt sind mir meine Geistführer schon in allen möglichen Formen und Persönlichkeiten begegnet. Heute Morgen stand da plötzlich Gabriele selbst und lachte mich an. Sie begrüßte mich mit den Worten: „Na, Mädel, was machste?“ Und ein Schwall der Liebe und Freude überkam mich, sodass sich auch meine Augen mit Tränen der Liebe füllten. Sie half mir während der nächsten halben Stunde meine Beziehungsfäden zu lösen und ich bin immer wieder erstaunt, wo und zu wem dann doch noch Verbindungen auftauchen, obwohl ich doch schon so viele getrennt und gelöst habe. Als Gabriele mir zum Schluss ihre Hände auflegte, konnte ich sie noch deutlicher spüren. Es fühlte sich so *real* an. Es ist so echt. Und ich merke, wie sich meine Wahrnehmung Stückchen für Stückchen ändert.

Früher war für mich real, was ich sehen und anfassen konnte. Außerdem die Gesetze der Physik und Mathematik, der Chemie und Biologie etc. Eben das, was mit meinem Verstand, mit der Logik erfasst werden konnte. Das gab mir Struktur und Halt. Da gab es Schubladen und gültige Gesetzmäßigkeiten. Es gab quasi immer einen Leitfaden, an dem ich mich entlang hangeln konnte. Seitdem ich jedoch „spirituell unterwegs“ bin, gibt es das so für mich nicht mehr. Anfangs war ich sehr fasziniert von der Welt, die sich mir da auftat und ich schwang praktisch von Ekstase zur Ekstase, von Erkenntnis zu Erkenntnis. Die Welt der neuen, unbegrenzten Möglichkeiten zog mich ganz in ihren Bann und das alte Kleid meines bisherigen Lebens wurde immer unbequemer. Seit gut zwei Jahren schreibe ich nun diesen Blog und viele sind meiner/n Geschichte/n gefolgt und haben beobachtet, wie nach und nach immer mehr Knöpfe verloren gingen bis letztlich nur noch Fetzen dieses Kleides übrig sind. Ich fühle mich jetzt schon manchmal ziemlich nackt. Doch Scham spüre ich keine. Im Gegenteil, ich fühle großen Mut und große Stärke in mir, mich genau so zu zeigen, wie ich bin. Und auch dafür geliebt zu werden – vor allem von mir selbst.

Doch zurück zur „Realität“. Was ist das denn eigentlich? Laut Duden ein Substantiv, feminin, wie bezeichnend. Denn es finden sich ja gerade zurzeit sehr viele Einträge im Netz zum Thema Weiblichkeit und was denn überhaupt bedeutet. Erst gestern habe ich einen Beitrag von Andrea Riemer dazu gelesen. Wer dem etwas nachspüren möchte, sei dieser Artikel mit einigen Denkanstößen sehr empfohlen.

Realität steht für Wirklichkeit.

Meine Wahrnehmung der Wirklichkeit hat sich jedoch grundlegend verändert. Zwar war mir schon immer bewusst, dass es mehr zwischen Himmel und Erde und darüber hinaus gibt, als ich sehen oder wahrnehmen kann, doch dass ich dies dann auch so unmissverständlich erfahren würde, war mir nicht klar. Als kleines Mädchen schon faszinierten mich die Sterne, ich interessierte mich für Astronomie und liebte alles, was mit Sternen, Raumfahrt und Science Fiction zu tun hatte. Mittlerweile sind dies für mich nicht mehr nur bloße erfundene Geschichten. Die Definition der Realität als Gegensatz zur Fiktion dient mir daher so nicht mehr. Ich halte Dinge für wahr und real, da sträuben sich anderen die Nackenhaare. Ja, ich bin auch skeptisch und frage mich bei vielem, ob das denn sein kann, ob es Sinn macht, ob mir das dient, ob es dem Ganzen dient, ob es logisch ist etc. Ich stelle ja meinen Verstand nicht in der Ecke ab, nur weil ich sogenannte paranormale Erfahrungen mache.

Auch das habe ich erst jetzt noch einmal durch Tom Kenyon deutlicher begriffen: Nur, wer ein starkes Ego hat, kann in beiden Welten zur gleichen Zeit leben. Ich habe dazu auf youtube ein sehr gutes Interview mit ihm gesehen (in Englisch), in dem er darüber spricht, wie er die Hathoren channelt (das Interview ist 3-teilig und ich weiß leider nicht mehr, in welchem Teil er über das Ego spricht…). Tom Kenyon, macht darin deutlich, dass es schon ein starkes Ego braucht, um „gefahrlos“ Channelarbeit leisten zu können. Er erklärt, dass es sonst zu einer Art Persönlichkeitsübernahme kommen könnte, bei der man dann z.B. glaubt, Maria Magdalena zu sein anstatt sie zu channeln. Er würde nicht immer mit den Hathoren übereinstimmen und auch mit ihnen diskutieren, wenn er anderer Meinung sei. Auch würden die Hathoren selbst nicht alle einer Meinung sein und daher zu manchen Sachverhalten eben auch andere, zum Teil widersprüchliche Aussagen treffen. Ein Satz hat mit besonders gefallen. Ich glaube mich zu erinnern, dass er sagte, dass man nicht glauben brauche, nur, weil jemand aus der geistigen Welt sei, sei er automatisch weise oder weiser als man selbst. Im Vorwort seines Buches schreibt Tom Kenyon:

„Wir alle brauchen unseren Verstand und alle Intelligenz, derer wir habhaft werden können, um auf unserem Weg zu spiritueller Erleuchtung keinen Täuschungen aufzusitzen. Schließlich suchen wir das wahre Licht der Selbsterkenntnis und kein trügerisches Leuchten persönlicher Fantasien und Wünsche.

In diesem Sinne sind Logik und rationales Denken keine Feinde gechannelter Informationen, sondern ihre wichtigen Verbündeten.“

Das hat mich auch etwas beruhigt, muss ich sagen. Denn ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man nicht das, was man von „dort“ gesagt bekommt, hinterfragen solle, also nach dem Motto „ich weiß es aber besser, das kann doch gar nicht sein“. Ich habe mich früher manchmal etwas zurück gehalten mit meinen Kommentaren und auftauchenden Fragen. Doch diese Phase ist seit einiger Zeit nun auch vorbei und ich frage auch schon mal sehr hartnäckig nach, wenn ich mit der Antwort nicht zufrieden bin oder das Gefühl habe, sie nicht in ihrer Gänze zu verstehen. Dafür schäme ich mich auch nicht mehr, sondern gehe das ganz selbst-bewusst an. Ich bin bei meinen Kontakten zur geistigen Welt nicht in einem hypnotischen Zustand, der mich willenlos macht, sondern mir ist durchaus bewusst, wo und wer ich körperlich in 3D bin. Dadurch fühle ich mich auch sicher dabei. Allerdings kommen, wie Ihr ja gelesen habt, dann manchmal die Zweifel, ob das denn auch alles echt, also real ist, was ich da erlebe oder empfange, weil ich mir eben dabei noch so sehr bewusst bin und währenddessen auch noch verstandesmäßig nachdenken und Fragen formulieren kann.

„Ja, Mädel, was machste?“, frage ich auch mich selbst. Ich verändere meine Realität. Täglich. Ich probiere vieles aus. Manches begleitet mich nur kurz und anderes wiederum sehr lange auf meinem Weg. Das, was mich als Werkzeug oder Praxis nun schon länger begleitet, ist Aura Soma, EFT, Meditation, das Channeln, Barfußlaufen und nun auch das Bloggen. Was ich nur sporadisch oder wellenartig mache, ist, mich gesund ernähren, viel in die Natur gehen (zu wenig), Yoga (schon lange nicht mehr) und mich um mein Business kümmern. Letzteres ist gerade wieder topaktuell und ich bin zuversichtlich, dass Ihr bald meine neue Webseite bewundern könnt, wenn Ihr wollt… Und auch ersteres, die gesunde Ernährung, steht zurzeit wieder hoch im Kurs und es fällt mir diesmal viel leichter, konsequent zu sein. Das kann auch damit zusammen hängen, dass ich ein Webinar von Adriana Meisser über den Körpergeist und unsere Beziehung zu ihm gehört und verinnerlicht habe. Ich spreche nun täglich mit meinem Körpergeist und habe das Gefühl, dass er mich jetzt ganz anders unterstützen kann. Prima! Und das ist für mich auch Realität.

Interessant ist noch die Frage, wer denn entscheidet, was Realität und was Illusion ist bzw. wie es entschieden wird. Denn ich glaube, dass es in uns entschieden wird, in unserem Geist und in unserem Körper. Das, was wir glauben, was wir für wahr halten, bestimmt unsere Sicht, unsere Wahrnehmung der Realität. Und so können sich auch mit der Zeit Realitäten in Illusionen verwandeln und umgekehrt. Es heißt immer, dass wir in einer großen Illusion leben und dass wir so langsam „die Wahrheit“ erkennen würden. Ja, ich weiß, das ist ein großes philosophisches Feld und ich will jetzt auch das Fass gar nicht öffnen. Vielleicht nur ein klein wenig den Deckel lupfen. Denn Illusion wird ja als falsche Wahrnehmung der Wirklichkeit definiert. Da es meiner jetzigen Meinung nach jedoch weder falsch noch richtig gibt, ist die Illusion daher mindestens ebenso real oder illusorisch wie die Realität selbst. Bei Wikipedia lässt sich im Abschnitt der Etymologie des Wortes nachlesen, dass es von lateinisch illudere kommt, das unter anderem so viel heißt, wie „spielend hinwerfen“, „ins Spiel werfen“ oder „sein Spiel treiben“. Das trifft es doch sehr schön. Solange wir uns in einer unserer Illusionen bewegen, spielen wir eine bestimmte Rolle. Wenn wir aus dem Spiel aussteigen, zerfällt diese Illusion und eine neue Realität entsteht. Doch ist diese vielleicht auch nur eine Illusion. Denn die „neue“ Realität ist nur solange unsere Wirklichkeit, bis wir sie ändern bzw. anders erleben – und so können unsere Realitäten nach und nach zu Illusionen werden. Das heißt nicht, dass es Täuschungen sein müssen. Für mich sind es lediglich unterschiedliche Wahrnehmungen. Die Art unserer Wahrnehmung bestimmt, was wir als unsere Realität und was wir als Illusion erkennen. Wenn wir das begreifen, dann wirft uns auch nichts mehr so schnell aus der Bahn, wenn wir desillusioniert werden.

Wenn wir Realität und Illusion als Eins betrachten können, haben wir einen ganz anderen Zugang zur Welt.

Oh, das ist jetzt für mich auch eine neue Erkenntnis, denn so habe ich das noch nie betrachtet. Seht Ihr das auch so?

Ihr Lieben, ich wünsche Euch noch eine wunderbare Woche und wenn Ihr mögt, schaut noch mal bei Marion Meerle vorbei. Sie hat neben dem Wochenorakel noch zwei weitere Legungen veröffentlicht zu den Themen innere Konflikte und Widerstände. Sehr aufschlussreich, wie ich finde.

Alles Liebe für Euch von

Sabine

P.S.: Das Bild hat mein Sohn gemacht. Es zeigt – ja, was? Habt Ihr es auf den ersten Blick erkannt? Es ist eine Großaufnahme von einem seiner kleinen Hot Wheels-Autos. 🙂

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Showing 5 comments
  • Ralph Eagle
    Antworten

    Ja, genauso frage ich mich auch oft, ob ich das gerade erlebe, mir erträume oder mir einbilde.

    Alles, was man schon länger kann und je öfter man es tut, desto realer wird es. Dann denkt man gar nicht mehr groß drüber nach. Bei Neuem zweifelt man manchmal, oder öfters, und das ist auch gut so. Irgendwann gibts bei mir dann eine Rückmeldung und dann weiß ich endlich, daß ich mir das nicht nur einbilde.

    Ohne diese Rückmeldungen würde mein Ego-Wunschdenken mir so einiges vorgaukeln.

    Und wir alle lernen ja weiter, warum sollte das für die Geistwesen nicht auch gelten? Manchmal lernt der Meister auch von seinem Schüler. Bei den wirklich guten Meistern kommt das oft vor, da sie sich nicht über andere erheben.

    Und vor etwas mehr als 2 Jahren war mir diese Welt außerhalb von 3D noch total unbekannt, jedenfalls aus eigener Erfahrung. Und was ich da jetzt mache, das versteht kaum noch einer. Aber wir finden ja zusammen, früher oder später.

    Was ist Illusion und was Realität? Real ist für mich alles, wo ich selbst mitspiele. Und wenns mir nicht mehr gefällt, dann wechsle ich die Realität halt durch eine andere Illusion aus ;))

    Alles Gute

    Ralph

    • Sabine
      Antworten

      Lieber Ralph,
      ja, ich denke auch, dass wir alle voneinander und füreinander lernen. Und ich bin mir sicher, dass der \“Meister\“ auch immer von seinen \“Schülern\“ lernt, denn das Universum täuscht sich ja in der Regel nicht, wenn es Menschen zusammenbringt. 🙂
      Liebe Grüße
      Sabine

  • Der Eine
    Antworten

    Ob etwas real oder illusorisch sein soll… ist nicht so wichtig.

    Wichtiger ist, wieviel Einfluss ich auf die wahrgenomene Realität habe!!!

    Wenn ich materialisieren, teleportieren oder levitieren kann, dann ist es egal, in welcher Welt ich das bewusst machen kann!

    Und nur darum geht es!

    • Sabine
      Antworten

      Lieber Einer,

      \“Ob etwas real oder illusorisch sein soll… ist nicht so wichtig.\“

      Ja, stimmt, nach dieser Erkenntnis finde ich das auch nicht mehr so wichtig.

      \“Wenn ich materialisieren, teleportieren oder levitieren kann, dann ist es egal, in welcher Welt ich das bewusst machen kann!
      Und nur darum geht es!\“

      Hm, für mich geht es natürlich auch ums Materialisieren bzw. Manifestieren, aber Teleportieren oder Levitieren brauche ich (momentan) nicht unbedingt. Es sei denn, Du meinst Levitation im Sinne von \“Bewusstseins- oder Schwingungserhöhung\“.
      Klar, wäre Levitation oder Teleportation möglich, dann würde dies nicht nur der Umwelt gut tun, doch ich sehe das nicht in naher Zukunft in größerem Stil passieren.

      Herzliche Grüße
      Sabine

      • Der Eine
        Antworten

        Solche und viele andere Fähigkeiten resultieren aus der Selbstermächtigung = das Göttliche in uns ermächtigt sich selbst aufgrund seines Ursprungs!

        Das göttliche Selbst sind WIR, wenn wir die Ganzheit des Einen in Vielen erkannt haben.
        Anders ausgedrückt: es gibt in ganzem Multiversum …. nur DICH!
        DU bist in jeden!!!
        Aber natürlich nicht du als Persönlichkeit!

        Um das göttliche Selbst in uns zu realisieren, müssen alle \“persönlichen\“ Gedanken unter der göttlichen Kontrolle kommen und es darf keine Identifikation mit ihnen (Ego) mehr geben.
        Sie werden als das erkannt, was sie sind: niedrigschwingende Gedanken aus dem Massenbewusstsein!

        Erst dann kommen wir in unserer Selbstermächtigung des ICH BIN.
        Erst dann gibt es all diese Fähigkeiten!

        Wie lange es dauert bis die Menschheit diese Selbstermächtigung erlangt?
        …tja…

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